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Kreisfeuerwehrtag 2019: Delegiertentagung mit hohen Ehrungen

Drage // Heiß ging es zu auf der 116. Delegiertentagung des Kreisfeuerwehrverbandes, zu der der Kreisverbandsvorsitzende und Kreisbrandmeister Volker Bellmann nach Drage eingeladen hatte. Und das im wortwörtlichen Sinne. Bei Temperaturen um die 30 Grad kamen die gut 300 Delegierten und Gäste im eigens errichteten Festzelt am Elbdeich ziemlich ins Schwitzen.

Der Kreisverbandsvorsitzende Bellmann freute sich, dass viele Gäste befreundeter Hilfsorganisationen sowie aus Politik und Verwaltung seiner Einladung gefolgt waren.

Besonders begrüßte er den Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Michael Grosse-Brömer, die Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler (SPD), den Landtagsabgeordneten André Wiese (CDU) sowie Landrat Rainer Rempe.

Von Seiten der Feuerwehr war der Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbandes  Uwe Quante nach Drage gereist.

Volker Bellmann bedankte sich bei der Freiwilligen Feuerwehr Drage für die Ausrichtung des diesjährigen Kreisfeuerwehrtages und gratulierte gleichzeitig zum 112. Jubiläum der Wehr.

In seinem Jahresbericht freute er sich, dass die Mitgliederzahl in allen Bereichen der Kreisfeuerwehr weiter angestiegen ist. So versehen 4871 Frauen und Männer ihren Dienst in den Einsatzabteilungen, die Jugendfeuerwehren haben 1490 und die Kinderfeuerwehren über 500 Mitglieder.

Er führte dies auch auf das hohe Ansehen der Feuerwehr in der Bevölkerung zurück. Die Feuerwehren vermittelten der Gesellschaft ein Gefühl der Sicherheit. Es erfülle die Feuerwehrleute mit Stolz, den Mitbürgern in aussichtslosen Situationen helfen zu können.

Er mahnte jedoch Politik und Verwaltung, dieses nicht nur mit schönen Worten in Sonntagsreden zu würdigen, sondern weiterhin die finanziellen Mittel bereit zu stellen. Sicherheit gäbe es nicht zum Nulltarif.

In Bezug auf den Digitalfunk, der vor wenigen Jahren bei den Feuerwehren des Landkreises eingeführt worden war, sprach Bellmann von einem Schildbürgerstreich. Waren die zuvor genutzten analogen Funkgeräte seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts im Einsatz, müssten die mit von den Kommunen mit großem finanziellen Aufwand beschafften Digitalfunkgeräte voraussichtlich bereits nach wenigen Jahren wieder ersetzt werden, da der Hersteller die Fertigung Ende diesen Jahres einstellen und ein uneingeschränkter Support danach nicht mehr gegeben sein wird.

Da die Einführung des Digitalfunks auf Betreiben des Bundes und der Länder erfolgte, stellte Bellmann die Frage nach dem Konnexitätsprinzip („wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch“) in den Raum. Er appellierte an die politisch Verantwortlichen, sich diesesn Problems im Interesse ihrer Wahlkreise anzunehmen.

Der Kreisverbandsvorsitzende hatte aber auch Positives zu berichten. So sei im Juli ein vom Bund finanziertes Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz ausgeliefert und bei der FF Garlstorf stationiert worden, wo es ein über 30 Jahre altes Vorgängerfahrzeug ersetzt. Er werde sich dafür einsetzen, dass auch das zweite im Landkreis stationierte alte Fahrzeug schnellstmöglich ersetzt wird.

Die Jugend- und Kinderfeuerwehren bereiten Bellmann wenig Sorgen. Die Zahl der Mitglieder in den Jugendwehren steuere auf die 1500er-Marke zu. In den Wehren werde eine tolle Jugendarbeit geleistet, was sich auch bei den Erfolgen bei Wettbewerben auf Landes- und Bundesebene zeige. Hier hob er besonders den 2.Platz der JF Wesel beim Landessentscheid hervor, der gleichzeitig die Qualifikation für den Bundesentscheid in Xanten am 8. September bedeutet.

Probleme gibt es jedoch bei der Feuerwehrmusik. Die sieben Spielmannszüge und Blasorchester leiden unter Nachwuchsmangel und brauchen dringend Unterstützung.

In Sachen Ausbildung liegt der Landkreis ganz weit vorne, was auch eine Überprüfung der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Hittfeld durch die Niedersächsische Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) und der Polizeidirektion Lüneburg bestätigte. Über 50 ehrenamtliche Ausbilder versehen hier ihren Dienst. Besonders freute sich der Kreisbrandmeister, dass vor kurzem die neue Brandgewöhnungsanlage auf dem Gelände der FTZ fertig gestellt werden konnte. Auch die Atemschutzübungsstrecke wurde renoviert und auf den neuesten technischen Stand gebracht. Hierfür richtete er einen großen Dank an Landrat Rempe sowie Politik und Verwaltung, die die nicht unerheblichen finanziellen Mittel hierfür zur Verfügung gestellt haben.

Auch die Zukunft wird spannend, so Volker Bellmann. So sie die Herauslösung der Feuerwehr aus der Polizeidirektion und die Einführung eines eigenen Landesamtes geplant. Eine Strukturkommission beschäftigt sich auf Landesebene mit der Zukunft der Feuerwehren und wird schon bald erste Ergebnisse liefern. Auf Waldbrandkonferenzen auf Landes- und Bundesebene werden die Folgen des Klimawandels für die Feuerwehr behandelt und auch die Neustrukturierung der Kreisfeuerwehrbereitschaften in Niedersachsen steht auf der Agenda.

In ihren Grußworten dankten die Redner der Feuerwehr für ihren unermüdlichen Einsatz für das Gemeinwohl. Landrat Rainer Rempe verwies darauf, dass die Feuerwehren des Landkreises aufgrund der Bevölkerungsdichte und der durch den Landkreis verlaufenden Verkehrsachsen stärker gefordert seien, als Feuerwehren in anderen niedersächsischen Landkreisen. Er bescheinigte den Wehren, dass die hierdurch entstehenden Herausforderungen hoch professionell gemeistert würden. Der Landkreis werde die Investitionen für die Feuerwehren konsequent weiter fortführen. Als Beispiel führte er die neue Brandgewöhnungsanlage an, für die der Landkreis 750.000,-- € aufgewendet habe. Der hohe Stellenwert von Feuerwehr und Rettungsdienst werde auch dadurch deutlich, dass zum Januar nächsten Jahres eine eigene Abteilung für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz beim Landkreis geschaffen werde.

Der Bundestagsabgeordnete Grosse-Brömer betonte, dass die Feuerwehren vernünftig ausgestattet werden müssen und verwies in diesem Zusammenhang auf das kürzlich ausgelieferte Löschfahrzeug des Bundes, welches im September offiziell übergeben werden solle.

Auch die Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler dankte den anwesenden Führungskräften für ihren ehrenamtlichen Einsatz für die Gesellschaft.

Der Landtagsabgeordnete André Bock berichtete aus dem Innenausschuss des Landtages und nahm Bezug auf die ersten Ergebnisse der Strukturkommission. Diese machten deutlich, dass die Freiwilligen Feuerwehren in Niedersachsen mit ihren in fast allen Orten vorhanden Wehren sehr gut aufgestellt seien. Besonders freute er sich, dass Niedersachsen mit einem Frauenanteil von 12% führend sei in Deutschland. Weiter berichtete er, dass die Landesregierung an der Novellierung des Brandschutzgesetzes arbeite.

Vizepräsident Uwe Quante konnte ebenfalls aus der Strukturkommission und von den Waldbrandkonferenzen berichten. Er gab zudem einen Einblick in die Planungen für die im nächsten Jahr in Hannover stattfindende Interschutz, der Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz.

Auch einige Regularien standen auf der Tagesordnung der Versammlung.

Kreiswettbewerbsleiter Andreas Mundt wurde ebenso einstimmig in seinem Amt bestätigt wie der langjährige stellvertretende Kreisjugendwart Markus Rosenbrock. Neuer stellvertretender Brandschutzerzieher ist Holger Bielak, Beisitzer aus der Stadt Buchholz ist weiterhin André Emme.

Der sicherlich angenehmste Teil der Versammlung waren die Ehrungen verdienter Mitglieder.

Der Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbandes Uwe Quante zeichnete unter großem Beifall der Anwesenden den Gemeindebrandmeister der Gemeinde Rosengarten Stephan Wilhelmi mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Gold aus. Das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Silber verlieh er dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Torsten Lorenzen aus Ehestorf. Das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Bronze erhielten die stellvertretenden Abschnittsleiter Jonny Anders aus Tostedt und Michael Bulst aus Neu-Wulmstorf sowie Andreas Schubert von der FF Leversen-Sieversen.

Für ihre besonderen Leistungen im Feuerwehrdienst zeichnete er den ehemaligen Ortsbrandmeister der FF Vierhöfen und Schriftführer des Kreisfeuerwehrverbandes Dieter Tschorschke mit der Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes in Gold und den stellvertretenden Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde Hanstedt Matthias Becker sowie den Ortsbrandmeister der Feuerwehr Eyendorf Andreas Rosenberger mit der Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes in Silber aus.

Die Ehrenmedaille des Kreisfeuerwehrverbandes in Silber verlieh anschließend der er dem Kreissicherheitsbeauftragten Dirk Breitenhagen.

Für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst ehrte er außerdem die Mitglieder des Kreisvorstandes Michael Boer und Sven Wolkau mit dem Niedersächsischen Ehrenzeichen.

Für seinen außerordentlichen Einsatz für die Feuerwehr wurde auch Kreisbrandmeister Volker Bellmann geehrt. Sein Stellvertreter Torsten Lorenzen verlieh ihm die Ehrenmedaille des Kreisfeuerwehrverbandes in Gold.

 

Die Geehrten von links: Matthias Becker, Vizepräsident Uwe Quante, Jonny Anders, Michael Bulst, Andreas Rosenberger, Andreas Schubert, Torsten Lorenzen, Sven Wolkau, Dirk Breitenhagen, Stephan Wilhelmi, Michael Boer, Dieter Tschorschke, Kreisverbandsvorsitzender Volker Bellmann

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