Lkw-Brand auf der A261

Am Mittwochabend um 17:50 Uhr kam es auf der Bundesautobahn 261 zu einem folgenschweren Zwischenfall, der einen stundenlangen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei nach sich zog. Gemäß der Alarm- und Ausrückordnung wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Leversen-Sieversen, Tötensen und Rade zu einem gemeldeten Lkw-Brand in Fahrtrichtung Süd alarmiert. Bereits während der Anfahrt vom Gerätehaus konnten die ausrückenden Einsatzkräfte aus Leversen die Meldung auf Sicht bestätigen; eine massive, schwarze Rauchsäule war am Abendhimmel weithin sichtbar.
Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte an der Einsatzstelle stand das Fahrerhaus einer Sattelzugmaschine bereits in Vollbrand. Das Fahrzeug hatte einen 40-Fuß-Container geladen, der mit Ramen-Nudeln (Instant-Nudeln) beladen war. Der Lkw-Fahrer konnte das brennende Fahrzeug glücklicherweise rechtzeitig verlassen, zog sich jedoch eine leichte Rauchgasintoxikation zu. Nach einer medizinischen Erstversorgung durch den Rettungsdienst vor Ort wurde er in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert.
Durch einen schnellen und gezielten Löschangriff mit zwei C-Rohren gelang es den Kräften unter der Leitung des Einsatzleiters, bereits rund acht Minuten nach dem Eintreffen „Feuer unter Kontrolle“ zu melden. Dies spiegelte sich auch in der merklich abklingenden Rauchsäule wider. Um die Löschwasserversorgung auf der Autobahn in der Anfangsphase lückenlos sicherzustellen, wurde umgehend ein effektiver Pendelverkehr mit wasserführenden Fahrzeugen vom nahegelegenen Parkplatz Rosengarten-West eingerichtet. Aufgrund des dennoch hohen Löschwasserbedarfs forderte der Einsatzleiter zusätzlich den Abrollbehälter Wasser (AB-Wasser) mit 10.000 Litern Inhalt von der Feuerwehr Neu Wulmstorf nach.
Parallel zu den Löscharbeiten an der Zugmaschine erkundete ein Atemschutztrupp die Stirnseite des Containers direkt hinter dem Fahrerhaus, um eine Brandausbreitung auf die Ladung im Inneren zu überprüfen. Da das Feuer noch nicht in den Container eingedrungen war, wurden die vordersten Kartons vorsorglich mit Netzmittel benetzt, um eine Entzündung der Fracht durch die enorme Hitzeeinwirkung sicher auszuschließen.
Während der Löscharbeiten am zerstörten Fahrerhaus setzten die Feuerwehrleute ein Kombinations-Schaumrohr ein. Die Arbeiten wurden durch einen plötzlich einsetzenden Gewitterregen erschwert, welcher den ausgebrachten Schaumteppich in sich zusammenfallen ließ. Um die Gefährdung der Einsatzkräfte durch das aufziehende Unwetter zu minimieren, ließ der Einsatzleiter alle zu diesem Zeitpunkt nicht zwingend benötigten Kräfte in den Einsatzfahrzeugen aufsitzen. Nach dem Abklingen des Gewitters wurde der gesamte Containerbereich mittels einer Wärmebildkamera abschließend auf verbliebene Glutnester kontrolliert.
Für die Dauer der Lösch- und Bergungsarbeiten musste die Autobahn in Fahrtrichtung Süd komplett gesperrt werden. Die anwesende Autobahnmeisterei übernahm die Vollsperrung und leitete den Verkehr an der Anschlussstelle Tötensen – rund einen Kilometer vor der Unfallstelle – ab. Durch die Sperrung bildete sich ein massiver Rückstau, der zeitweise bis zum Dreieck Südwest zurückreichte.
Trotz der deutlichen Vollsperrung kam es im Stau zu unschönen Szenen: Mehrere uneinsichtige Pkw-Fahrer versuchten, die Absperrung zu ignorieren und die Einsatzstelle eigenmächtig zu passieren, wobei sie wichtige Termine als Grund angaben. Die anwesende Polizei nahm hierauf umgehend ihre Aufgaben wahr und wies die betroffenen Verkehrsteilnehmer entsprechend nachdrücklich an, wie sie sich zu verhalten haben. Die Feuerwehr weist in diesem Zusammenhang nochmals eindringlich darauf hin, dass Absperrungen der Einsatzkräfte und der Autobahnmeisterei ausnahmslos zu beachten sind, um weder sich selbst noch die arbeitenden Retter in Gefahr zu bringen.
Nach etwas über drei Stunden konnten die Feuerwehren gegen 21:00 Uhr die Einsatzstelle verlassen. Nach den anschließenden Nachbereitungsarbeiten, dem Wiederaufrüsten der Fahrzeuge und der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft in den jeweiligen Gerätehäusern konnte der Gesamteinsatz nach knapp vier Stunden gegen 21:45 Uhr offiziell beendet werden.
Freiwillige Feuerwehr Leversen-Sieversen, Andreas Schubert, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit




