Kreisjugendfeuerwehrwart Eike Rohte zieht Bilanz für 2025 // Verdiente Feuerwehrmitglieder bei Delegiertenversammlung in Winsen geehrt

„Euer Engagement macht den Unterschied!“ begrüßte Kreisjugendfeuerwehrwart Eike Rohte die Delegierten bei der diesjährigen Versammlung am 7. März 2026 in der Stadthalle Winsen (Luhe). „Mit viel Zeit und Geduld seid Ihr Vorbild, das ist heutzutage nicht selbstverständlich. Die Jugendfeuerwehren sind Orte, an denen Verantwortung gelernt wird und in denen Menschen geprägt werden. Ich bin stolz auf die Jugendfeuerwehren, lasst uns diesen Weg gemeinsam weitergehen!“
Anschließend dankte Rohte der Feuerwehr Winsen für die gelungene Unterstützung der Veranstaltung. Danach stellte er in seinem Jahresbericht 2025 fest, dass weiterhin in 87 Wehren im Landkreis Harburg Jugendfeuerwehren betrieben werden. Die Mitgliederzahl stieg auf 1480, ein Plus von 79. „Sehr erfreulich sind die 172 Übernahmen aus den Kinderfeuerwehren. 99 Jugendfeuerwehrmitglieder sind an die jeweiligen Einsatzabteilungen abgegeben worden. Diese Zahlen belegen, dass der jeweilige organisatorische Unterbau intakt ist. Die Jugendfeuerwehren ergänzen ebenso die Reihen der Einsatzabteilungen, wie die Kinderfeuerwehren die der Jugendfeuerwehren,“ resümierte Rohte. Über 520 Betreuungskräfte zeichneten für mehr als 4200 unterschiedlichste Unterrichts- bzw. Betreuungseinheiten verantwortlich. Rohte dankte allen für ihr ehrenamtliches Engagement. Das Fortbildungsangebot im Landkreis Harburg wird für diese Kräfte durch neue Lehrgänge stetig erweitert. Im November erreichten 130 Jugendliche die Jugendflamme 2. Ausblickend auf 2026 schloss Rohte mit Hinweisen auf die Fortführung des Jugendforums und das im Juli anstehende Kreiszeltlager in Jesteburg.
Kreiskinderfeuerwehrwart Thomas Runge berichtete anschließend, dass weitere drei Kinderfeuerwehren gegründet wurden, 980 Kinder seien nunmehr in 56 Kinderfeuerwehren organisiert. Mit Stolz bestätigte er die erfreuliche Zahl von 172 Übertritten in die Jugendfeuerwehren. Hinsichtlich der begonnenen Zusammenarbeit im Lehrgangswesen hofft er auf Weiterführung. „2025 wurde ein Aktionstag im Wildpark Schwarze Berge ausgerichtet,“ führte er weiter aus. Ferner gab es für 215 Kinder mit dem Brandfloh die erste Feuerwehrauszeichnung. Abschließend wies er auf den kommenden Kreiskinderfeuerwehrtag in Luhdorf hin.
Neben den Berichten und der Entlastung des Vorstands standen auch Wahlen auf dem Programm. So wurde in geheimer Wahl die gesamte Führungsspitze gewählt. Markus Rosenbrock aus Wesel trat nach 23 Jahren nicht wieder als stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart an. Alter und neuer Kreisjugendfeuerwehrwart ist Eike Rohte aus Scharmbeck. Zu seinen Vertretern wurden Sabrina Horstmann aus Stelle und Sebastian Beecken aus Fliegenberg gewählt. Darüber hinaus wurden Timo Petersen aus Wulfsen und Sarah Kehl aus Winsen in ihren Ämtern als Fachbereichsleiter Versorgung bzw. Allgemeine Jugendarbeit bestätigt. Das Amt Fachbereichsleitung Lehrgänge wird zunächst kommissarisch von Martina Kretschmer aus Tostedt übernommen. Im Nachgang zu den Wahlen bedankte sich Eike Rohte im Namen aller bei seinem scheidenden Vertreter Markus Rosenbrock mit einem Präsent für seine stets besonnene, verlässliche und damit prägende Mitarbeit über die letzten Jahrzehnte.
Auch standen Ehrungen auf dem Programm. Erstmals wurde die neue Auszeichnung „Helfende Hand“ verliehen, Tihomir Carevic aus Appel wurde damit für seine jahrelange Tätigkeit im Feuerwehrnachwuchsbereich ausgezeichnet. Ferner zeichnete Rohte Henning Geyer aus Todtglüsingen für seine besonderen Verdienste um das Jugendfeuerwehrwesen mit dem Ehrenzeichnen der Niedersächsischen Feuerwehr aus. Anschließend erhielt Tostedts Gemeindejugendfeuerwehrwart Tom Spieckermann für seine langjährigen herausragenden Verdienste um die Jugendfeuerwehr die Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Gold.
Kreisrätin Annerose Tiedt dankte den Anwesenden für ihr vorbildliches Engagement. Die Jugendfeuerwehren von heute sind die Einsatzabteilungen von morgen. Zusammenhalt, Kameradschaft sowie verlässliche Strukturen bilden hier mit der Jugendarbeit das Fundament des Feuerwehrwesens. Viel Zeit werde für das Begeistern für Gemeinschaft und anderer Werte aufgebracht. Sie schloss Ihr Grußwort mit der Zusage des Landkreises die Jugendfeuerwehren auch weiterhin zu unterstützen.
Winsens Bürgermeister André Wiese erklärte, die Jugendfeuerwehren leisten tolle, unverzichtbare Arbeit. Durch die gemeinsamen Werte werden Kinder und Jugendliche für die Zukunft geprägt. Er dankte für die tägliche Leistung, auch wenn es nicht jeden Tag Sonnenschein gäbe. Abschließend rief er die Anwesenden auf: „Macht weiter so – Wir brauchen Euch!“
Kreisbrandmeister Jörn Petersen freute sich über die hohe Zahl an Übertritten in die Einsatzabteilungen, fiel damit doch die Hälfte der Neuverpflichtungen im vergangenen Jahr auf diese jungen Menschen. Auch wies er auf den hohen Prozentanteil der Delegierten hin, die ehemals in einer Jugendfeuerwehr selbst ausgebildet wurden. Für die kommenden Wettbewerbe wünschte er bereits schon viel Erfolg und warb dafür, dass vielleicht einige Gruppen mehr an den Start gehen mögen.






