Saunabrand in Borstel – 200 Feuerwehrleute im Einsatz

Am Freitag, den 1. Mai, kam es zu einem Brand in der Sauna eines Hotel- und Fitnesscenter-Komplexes im Winsener Ortsteil Borstel an der Osttangente. Gegen 11:09 Uhr hatte die dortige Brandmeldeanlage ausgelöst. Schon wenige Minuten später wurde die Alarmstufe von der Rettungsleitstelle auf „Feuer Menschenleben in Gefahr“ erhöht.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte der Borsteler Wehr drang bereits Rauch aus dem hinteren Teil des Gebäudes. Auch die Fenster auf der Rückseite des Gebäudes waren durch die starke Hitzeentwicklung bereits geborsten. Sofort wurden die Feuerwehren Winsen, Sangenstedt, Rottorf, Tönnhausen, Stöckte, Roydorf, Hoopte und Pattensen nachalarmiert.
Da zu diesem Zeitpunkt die Halle mit dem Fitnesscenter in Betrieb war, befanden sich zahlreiche Personen im Gebäude. Nach der Auslösung der Brandmeldeanlage konnten diese rechtzeitig das Gebäude verlassen, sodass es bei dem Brand keine Verletzten zu beklagen gab.
Die inzwischen eingeleitete Brandbekämpfung gestaltete sich schwierig. Durch das Feuer waren der gesamte Hotelbereich, die Halle mit dem Fitnesscenter und die direkt angrenzende Bowlinghalle verqualmt. Zeitweilig drohte der Brand auf die Halle mit Bowlingbahn überzugreifen. Dies konnte jedoch durch einen massiven Löscheinsatz über die Drehleiter und von der Rückseite von einem Parkplatz eines Autohauses verhindert werden.
Die eingesetzten Feuerwehren bauten von der Lüneburger Straße in Borstel sowie von der Osttangente eine Löschwasserversorgung auf. Um den Brand effektiv zu bekämpfen, musste die Feuerwehr die Trapezbleche des Daches öffnen, um an den Brandherd heranzukommen. Nachdem das Dach geöffnet war, zeigte der Löschangriff Wirkung.
Das direkt angrenzende Hotel sowie die Halle mit der Bowlingbahn wurden aufgrund der hohen gemessenen Temperaturen von Einsatzkräften unter Atemschutz mit Wärmebildkameras ständig überprüft, um eine Brandausbreitung zu verhindern. Zusätzlich wurde noch die Feuerwehr Stelle mit Atemschutzgeräteträgern zur Einsatzstelle alarmiert. Auch der Abrollbehälter Atemschutz der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Landkreises und der Abrollbehälter Material waren vor Ort.
Gegen 14:00 Uhr war der Brand soweit unter Kontrolle, sodass die ersten Kräfte aus dem Einsatz entlassen werden konnten. Gegen 14:30 Uhr konnte von der Einsatzleitung „Feuer aus“ gemeldet werden. Problem war jedoch die starke Verrauchung des gesamten Gebäudekomplexes. Die Feuerwehr war noch bis ungefähr 16:30 Uhr mit Belüftungsmaßnahmen der Gebäude beschäftigt.
Vor Ort waren auch die Stadtwerke Winsen, die sich um die Energieversorgung kümmerten. Die beiden Hallen sowie das Hotel wurden von der Polizei versiegelt. Die Ermittlungen zur Brandursache und Schadenshöhe hat die Polizei aufgenommen. Für die Feuerwehr war der Einsatz nach gut fünfeinhalb Stunden beendet.
Den eingesetzten Feuerwehrleuten machte besonders die Wärme an diesem Tag zu schaffen. Für die Atemschutzgeräteträger wurden von der Feuerwehr extra Pavillons aufgestellt, die vor der Sonneneinstrahlung schützen. Aber auch genügend Getränke standen den Einsatzkräften bei diesem Einsatz zur Verfügung.
Text und Fotos: Burkard Giese, StPW Winsen





