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Bei Eiseskälte die Menschenrettung aus der Elbe erfolgreich geübt

Over Trotz frostigen Temperaturen unter 0 Grad und neblig-trüben Wetter waren wieder mehrere hundert Interessierte in Over unterwegs. Sie waren an die Elbe bei Over gekommen und starrten gebannt auf das Wasser der Elbe. Der Grund dafür hatte bereits einen traditionellen Hintergrund : Die Freiwillige Feuerwehr Over-Bullenhausen hatte zum nunmehr 17. Mal zum  Anbaden eingeladen, und dieses mittlerweile traditionelle Spektakel wollten sich die vielen Besucher nicht entgehen lassen. Der Ortsbrandmeister der Feuerwehr Over-Bullenhausen, Dirk Schakau machte allerdings klar, dass es sich hier nicht um ein Anbaden in Form von einem gewagten Sprung in die Fluten als Neujahrsgruß handelt, sondern vielmehr übte die Freiwillige Feuerwehr Over-Bullenhausen die Menschenrettung. „Auch im Winter können Menschen in der Elbe vermisst werden, und darauf wollen wir vorbereitet sein“, betonte Ortsbrandmeister Dirk Schakau. Gemeinsam mit seinem Stellvertreter Jens-Peter Müller und rund 30 Feuerwehrleuten hatte er dabei auch eine Menge Lehr- und Abwechslungsreiches vorbereitet. Mutige Feuerwehrleute aus Over/Bullenhausen stiegen in die Überlebensanzüge und gingen dann tatsächlich in der Elbe baden. „Die Kälte des Wassers spüren sie aber nicht, bis zu sechs Stunden können die Kameraden in den Anzügen aushalten“; betonte Dirk Schakau. Mit den beiden Kleinbooten der Feuerwehr vom Elbdeich rückten weitere Feuerwehrleute an und übten dabei immer wieder die Rettung der Personen aus der Elbe. Beeindruckt zeigten sich die Besucher ob der gezeigten Leistungsfähigkeit der Feuerwehrleute und den Möglichkeiten der Menschenrettung aus einem fließenden Gewässer wie der Elbe. Vielen war dabei gar nicht bewusst, welch starke Strömungsgeschwindigkeit die Elbe aufweist und wie schnell ein Mensch abgetrieben werden kann.. Schakau betonte auch, dass nicht nur die Menschenrettung, sondern auch die richtige Bootsanfahrt zur verunfallten Person geübt wird. Nebenher lud die Feuerwehr Interessierte auch zu Bootfahrten auf der Elbe ein, zu Gast war dazu auch die Feuerwehr Hamburg-Neuland mit einem weiteren Kleinboot.

Auch Seevetals Gemeindebrandmeister Rainer Wendt beobachtete die Rettungsübungen und zollte wie auch die anderen Besucher anerkennend Respekt für die gezeigten Leistungen. Über drei Stunden dauerten die Übungseinheiten an, und die rührigen Feuerwehrleute hatten natürlich auch gegen Hunger und Durst vorgesorgt. Heiße Erbsensuppe aus der eigenen Gulaschkanone und jede Menge heiße Getränke sorgten für ein bisschen Wärme, und es ließ sich gemütlich mit den Feuerwehrleuten der Wehr Over-Bullenhausen klönen.       -kpw-

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